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Fieldfisher Deep Dive: Was macht unsere Tech meets Finance-Gruppe?

Datum:

18.05.2021

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Dr. Katja Michel ist Counsel im Bereich Financial Regulation am Standort Frankfurt und seit Oktober 2019 bei Fieldfisher. Seit Kurzem ist sie zudem Co-Head des Tech meets Finance (TMF) Teams, das rund 20 Anwält:innen von 4 deutschen Standorten umfasst. Was Katja und ihre Kolleg:innen genau machen, erzählt sie uns nun.

Katja, was verstehst Du unter „Tech Meets Finance“ und wer zählt zu Euren Mandant:innen?

In einem Satz erklärt, steht „Tech Meets Finance“ (TMF) für die Beratung an der Schnittstelle zwischen Finanzen und Technologie. Wir beschäftigen uns vor allem mit zukunftsgerichteten Themen der Digitalisierung. Im TMF Team arbeiten Anwält:innen aus verschiedenen Rechtsgebieten zusammen. Diese umfassen z.B. das Finanzaufsichtsrecht, auf das ich mich spezialisiert habe, Datenschutz, IP/IT, Corporate und Steuern. Diese Mischung ermöglicht uns sozusagen die Beratung mit einem Blick aufs Ganze. Unsere Mandant:innen kommen hauptsächlich aus dem Finanzsektor und sind sehr vielschichtig. So zählen etablierte Banken und Finanzdienstleister dazu, die Digitalisierungsprojekte umsetzen und z.B. Daten in die Cloud auslagern möchten. Einen Schwerpunkt bilden aber auch FinTech-Unternehmen und Challenger Banken, die mit ihren digitalen Geschäftsideen (erstmals) auf dem Finanzmarkt aktiv werden und z.B. eine innovative App für Bankgeschäfte anbieten möchten. Zu unseren Mandanten gehören aber auch Technologieunternehmen, die anstreben, ihre Reichweite in den Finanzsektor hinein zu erweitern.

Welche Themen bewegen Euch aktuell bei TMF?

So pauschal lässt sich das für das TMF Team in seiner Gesamtheit nicht sagen, schon aufgrund der Themenvielfalt. Aus meiner Perspektive als Aufsichtsrechtlerin sind es jedoch vor allem blockchainbasierte Geschäftsmodelle, insbesondere im Zusammenhang mit der Ausgabe und dem Handel von Kryptowerten und – mit Blick auf die nahe Zukunft – elektronischen Wertpapieren. Zudem beschäftigen uns nach wie vor Kooperationsprojekte zwischen etablierten Banken und FinTech-Unternehmen, bei denen es insbesondere um Auslagerungsthemen geht. Doch auch die immer größer werdende Nachfrage mit Blick auf die Umsetzung von Nachhaltigkeitsanforderungen ist aus regulatorischer Sicht eine interessante Entwicklung in der TMF-Gruppe.

Was ist das Spannendste, was Du bisher im Bereich TMF erlebst hast?

Das Spannendste war für mich bislang, dass wir ein innovatives FinTech-Unternehmen bei der Markteinführung einer mobilen Banking-App nebst Handelsgeschäft in Deutschland und international begleiten durften. Dies erfolgte im Rahmen eines sogenannten Banking-as-a-Service Projekts. Bei solchen Projekten kooperiert ein FinTech-Unternehmen mit einer Bank, die über eine entsprechende Erlaubnis verfügt, um z.B. für Kunden Bankkonten und Debitkarten anbieten zu können. Die Herausforderung bestand häufig darin, die innovativen Ideen des FinTech-Unternehmens aufzugreifen und auf ihre Machbarkeit hin zu prüfen und dabei mit der Geschwindigkeit mitzuhalten, mit der der Markteintritt vorangetrieben wurde.

Wie bist Du zu TMF gekommen?

Während meines Sabbaticals bin ich auf Fieldfisher und das TMF Team aufmerksam geworden. Mir haben gleich die klare Fokussierung auf die Digitalisierung im Finanzsektor und der Spirit, den das Team ausstrahlte, sehr gut gefallen und mich schließlich zu meiner Bewerbung motiviert. Und es war die richtige Entscheidung! An der Arbeit im TMF Team schätze ich besonders die fachliche und persönliche Vielfalt, sowie den rechtsgebietsübergreifenden Ansatz, mit dem wir Mandant:innen beraten.

Wohin wird die Reise mit TMF noch gehen?

Die Digitalisierung schreitet in allen Wirtschaftsbereichen rasant voran. Das gilt auch und besonders für die Finanzbranche. Neben Blockchain-basierten Geschäftsmodellen, wird auch der Einsatz künstlicher Intelligenz im Finanzsektor künftig eine immer größere Rolle spielen. Dabei werden vor allem dem Datenschutz und den Anforderungen an die Geldwäschebekämpfung immer größere Bedeutung zukommen. Als TMF Team begleiten wir diese Entwicklungen mit Offenheit und Enthusiasmus und freuen uns auf die nächsten Herausforderungen.

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