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Partner Talk mit Katharina Weimer

Datum:

10.06.2021

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Katharina Weimer ist Partnerin in unserem Datenschutz- und IT-Team in München. Sie erzählt uns, wie die tägliche Arbeit als Partnerin aussieht, worauf sie bei Berufseinsteiger:innen achtet und von einem unvergesslichen Erlebnis mit einer Mandantin.

Seit wann bist Du bei der Kanzlei Fieldfisher und wie bist Du zu uns gekommen?

Ich bin seit Februar 2018 bei Fieldfisher und feiere in ein paar Tagen mein Dreijähriges. Eine Kollegin in meiner Vorgängerkanzlei ist zu Fieldfisher gewechselt und hat mich klassisch abgeworben – und ich bin ihr nach wie vor jeden Tag dankbar dafür.

Was ist das Besondere an Fieldfisher?

Es gibt drei Hauptaspekte, die mich für die Kanzlei begeistern:

Zum einen ist es fachliche Exzellenz. Die Teams verstehen ihr juristisches Handwerk und das Business der Mandanten. Im Datenschutz-Team haben wir eine Tiefe und Breite an Expertise, die selten anzutreffen ist. Das bringt sehr spannende Projekte mit sich.

Zum anderen empfinde ich die Arbeit im Team als sehr bereichernd – sei es als kleiner Nukleus im Datenschutz-Team, sei es lokal oder gesamt als Kanzlei. Die Zusammenarbeit ist geprägt vom gemeinsamen Streben nach bestmöglichem Support für den Mandanten – und nicht nach einem größeren Stück vom Kuchen. Dabei leben wir eine offene und von gegenseitigem Vertrauen geprägte Kommunikationskultur.

Ein dritter Punkt, der in einer Kanzlei vermutlich überrascht, ist die Akzeptanz der eigenen Gestaltung des Arbeitslebens. Sei es mit flexiblen Arbeitszeiten, Home Office oder auch nur der Tatsache, dass bei uns nicht „rund um die Uhr“ und am Wochenende voller Einsatz gefordert wird.

Wie sieht die tägliche Arbeit im Bereich Datenschutz, IT für eine:n Partner:in aus?

Meine tägliche Arbeit ist sehr vielfältig. Meist beginne ich damit, die Emails durchzusehen und das, was schnell beantwortet werden kann, abzuarbeiten. Häufig habe ich schon im Laufe des Vormittags die ersten Videocalls mit Mandanten zur Besprechung der Anfragen und zur Verhandlung von Verträgen für und mit Mandanten. Dabei diskutieren wir auch häufig völlig neuartige Tech-Produkte und deren unter anderem datenschutzkonforme Implementierung.

Wir haben mehrmals die Woche mittägliche Teammeetings, derzeit per Videokonferenz, in denen wir die anstehenden Aufgaben durchsprechen oder auch mal rechtliche Themen diskutieren. Ich arbeite nach wie vor sehr viel inhaltlich als Partnerin, verteile aber auch die Aufgaben an die Teamkollegen und spreche sie mit ihnen durch.

Ein wichtiger Bestandteil meiner Arbeit ist auch das Business Development, sprich sich mit neuen bzw. zukünftigen Mandaten und Themen auseinandersetzen und wie man die Mandanten auf die aktuellen Entwicklungen einstellen kann.

Administrative Themen landen auch regelmäßig auf meinem Tisch, unter anderem Bewerbungen, Rechnungen und andere Aufgaben. Feste Arbeitszeiten habe ich nicht, diese richten sich nach den Bedürfnissen der Mandanten und wie viel gerade zu tun ist. Dennoch finde ich genug Zeit für meine große Leidenschaft, den Sport und schwinge mich abends auch mal für eine Feierabendrunde auf mein Rennrad oder gehe noch ein paar Kilometer laufen.

Wie fördert ihr junge Berufsanfänger:innen bei Fieldfisher?

Fieldfisher hat ein spezielles Fortbildungsprogramm für junge Anwälte, in welchem sie insbesondere Soft Skills erlernen wie Verhandlungsfähigkeiten, Positionierung in der Kanzlei oder auch Zeitmanagement. Das sind üblicherweise mehrere Präsenzveranstaltungen pro Jahr an unseren Standorten, wo die Associates dann zusammenkommen und sich austauschen können. Es gibt zudem regelmäßig auch fachliche interne Präsentationen und Vorträge wie z.B. bei den Legal Lunches oder Tech Lunches.

Abgesehen davon werden junge Kollegen in unserem Team direkt ins „kalte Wasser“ geschmissen und haben von Anfang an direkten Mandantenkontakt. Sie wachsen in die Mandate hinein und lernen, die Aufgaben selbständig zu betreuen. Erfahrene Kollegen stehen hierbei als persönliche Ansprechpartner unseren jungen Kollegen zur Seite.

Welche Qualifikationen bzw. Vorkenntnisse sollte ein:e Berufsanfänger:in im Bereich Datenschutz, IT mitbringen?

Für uns sind mehrere Faktoren wichtig: zum einen ist ein inhaltliches Interesse an unserem Bereich essenziell. Am besten gepaart mit einem Verständnis für oder zumindest Interesse an Technik und wirtschaftlichen Zusammenhängen, was für die Betreuung des Mandanten unverzichtbar ist. Joberfahrung, gerne auch in ungewöhnlichen Bereichen, ist auch sehr willkommen.

Zum anderen ist für uns der Mensch sehr wichtig – passt er:sie in unser Team, bringt er:sie vielleicht etwas Besonderes mit ins Team, können wir uns vorstellen, mit demjenigen auch „abends mal ein Bier zu trinken“.

Rechtliches Handwerkszeug sollte natürlich vorhanden sein. Zusätzlich ist Sicherheit im Englischen essentiell, da unsere Arbeit zu mehr als die Hälfte auf Englisch stattfindet – und wenn der Mandant aus Kalifornien oder Dublin anruft, sollte man sich halbwegs verständlich mit ihm:ihr unterhalten können.

Was ist das Unvergesslichste, was Dir bisher in Deinem Berufsalltag passiert ist?

Eine Alpentour auf dem Rennrad mit einer Mandantin und anderen Partnern der Mandantin. 230km, 3800 Höhenmeter, alles an einem Tag. Tolle Eindrücke, ein tolles Teamgefühl und viel viel Schweiß…

Was ist das Beste an der Arbeit bei Fieldfisher?

Das Team.

Was ist Dein Ausgleich zum Büroalltag?

Sport und Freunde.

Welche drei Begriffe assoziierst Du mit dem Wort Jura?

Kompromisse, gemeinsame Ziele, Haftungsrisiken.

Welchen Tipp würdest Du gerne jedem:r Nachwuchsjurist:in mitgeben?

Finde Deinen eigenen Weg, ohne die anderen möglichen Wege aus dem Blick zu verlieren.

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